Sarah
🗯️ Gutachterin des Medizinischen Dienstes ist bei uns zu Hause: Sie stürmt unaufgefordert in mein Zimmer um mir Hallo zu sagen. Sie möchte das Licht anmachen,da sie mich ja kaum sehen könne. Mein Mann weist daraufhin ,dass das wegen der Lichtempfindlichkeit nicht geht.
Sie spricht mit lauter Stimme,kommt sehr dicht ans Bett. Ich fordere sie mehrmals auf leiser zu reden,tut sie nicht. Mein Puls geht auf 110. Sie hat sich offenkundig nicht über das Krankheitsbild informiert. Wie kann so jemand angemessen meinen Zustand beurteilen?
Sie spricht anschließend mit meinem Mann,der mir im Nachgang berichtet,dass sie ihn kaum zu Wort kommen lässt.
Mir ist übel und ich bin nach dem Besuch vollkommen durchgeschwitzt. Sahnehäubchen: sie behauptet mir gegenüber,dass im Charité – Bericht Physiotherapie als primäre Maßnahme empfohlen werden würde. Das ist gelogen. Die Reihe von Medikamenten,die empfohlen werden hat sie wohl „überlesen“ ( Medical Gaslighting).
Sie schlägt auch Psychotherapie vor. Ich weise daraufhin,dass ich mich nur ca. 5 Minuten am Stück belasten kann und somit beides nicht in Frage kommt. Ich erkläre auch noch einmal,das GET bei ME nachweislich schädlich ist.
Durch den hohen Puls ist es mir nicht mehr möglich aufzustehen,darauf muss ich sie mehrfach hinweisen. Auch das ich mich nicht mehr an die Kante des Bettes setzen kann,was sie gerne hätte. Also mach ich die „Bewegungsübungen“ im Bett. Sie hat auch ungefragt meine Decke hochgehoben um sich meine Beine anzugucken. Ich habe nur ein längeres Nachthemd und Schlüppi an,da ich es noch nicht geschafft habe mir eine Hose anzuziehen.
Ich fühle mich nach dem Besuch körperlich und emotional schlecht,weil meine Grenzen nicht akzeptiert,sich nicht angemessen über das Krankheitsbild informiert und die Erkrankung ganz offensichtlich in ihrem Schweregrad nicht verstanden wurde. Eine angemessene Begutachtung ist damit ausgeschlossen.
Und man muss hier auch wieder in aller Deutlichkeit sagen: wenn ich in einem noch schlechteren Zustand (sehr schweres ME) gewesen wäre,hätte dieses Verhalten lebensbedrohlich sein können. Wieso sind die Gutachter*innen nicht vorbereitet?
