J

🗯️ Seit März 2024 habe ich Long Covid mit PEM und starker Fatigue. Fast 12 Monate habe ich auf einen Termin in einer Long Covid Ambulanz in NRW gewartet. Auch wenn ich keine hohen Erwartungen hatte — ich hatte gehofft das erste Mal überhaupt seit meiner Erkrankung mit jemandem zu sprechen, der mit dem Thema Post Covid vertraut ist. Zu Versorgung, Beratung oder Diagnostik hatte ich bis dahin überhaupt keinen Zugang. Bei meinem zweiten Termin in der Ambulanz, zur neurologischen Begutachtung, erklärte mit der Oberarzt, dass er Anhänger von Kleinschnitz in Essen sei und dass Begriffe wie „Crash“ etc. nur Modeworte aus irgendwelchen Selbsthilfeforen seien. Eine Krankheit „ME/CFS“ gebe es nicht und die Ursache meiner Probleme seien eine durch Schlafapnoe ausgelöste oder verstärkte Depression (dass eine auf eigene Kosten bereits durchgeführte Schlafmessung keinerlei Hinweis auf Atemaussetzer gegeben hatte, war egal). Wie eine Depression dazu führen kann, dass ich als Hobby-Triathlet und Rennradfahrer praktisch vom einen auf den anderen Tag kaum noch das Bett, geschweige denn die Wohnung verlassen und meinen Beruf nicht mehr ausüben konnte, konnte er mir nicht beantworten.